{"id":426,"date":"2021-02-02T20:51:30","date_gmt":"2021-02-02T19:51:30","guid":{"rendered":"https:\/\/test.oebz.de\/?p=426"},"modified":"2021-02-20T23:52:01","modified_gmt":"2021-02-20T22:52:01","slug":"storchengarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/saatgutvielfalt.oebz.de\/index.php\/2021\/02\/02\/storchengarten\/","title":{"rendered":"Storchengarten"},"content":{"rendered":"\n<p>Der am Rand von Markt Schwaben gelegene \u201eStorchengarten\u201c dient dem Anbau von regionalen und alten Gem\u00fcsesorten. Der Garten ist auch ein Ort der Bildung. Im Rahmen der angebotenen F\u00fchrungen lernen die Teilnehmer\/innen, Nahrungsmittel selbst anzubauen, zu nutzen und Saatgut daraus zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Blumen- und Insektenvielfalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Storchengarten, der bereits dreimal von der UN-Dekade \u201eBiologische Vielfalt\u201c ausgezeichnet wurde, finden sich auf 240 Quadratmetern eine Vielzahl heimischer, teils sogar historischer Nutzpflanzen. Hier bietet sich ein Schlaraffenland f\u00fcr Insekten, f\u00fcr die vielerorts extra Bl\u00fchstreifen neben vielbefahrenen Stra\u00dfen sprichw\u00f6rtlich aus dem Boden gestampft werden. Doris Seibt konnte im Storchengarten auch in F\u00fchrungen vielen Menschen n\u00e4her bringen, dass auch historische Sorten, wie zum Beispiel \u201edie Schweigergerste\u201c, eine vierzeilige Gerste, die vor 1945 in Bayern angebaut wurde, noch bemerkenswerte Ertr\u00e4ge erzielt ohne den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln oder dass Soja auch in Deutschland w\u00e4chst und eiwei\u00dfreiche Lupinen, die immer wichtiger werden, als Fleischersatz.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vielf\u00e4ltige Nutzungsm\u00f6glichkeiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Doris Seibt sieht neben dem Erhalt der Nutzpflanzen, der Weitergabe von Wissen bei F\u00fchrungen durch den Garten sowie der Ernte der heimischen Gem\u00fcsesorten auch ein Nutzungspotential f\u00fcr Schulen und Kinderg\u00e4rten: Neben der M\u00f6glichkeit, Unterricht im Freien durchzuf\u00fchren, k\u00f6nnte der Garten vor allen Dingen f\u00fcr den Biologie-, Mathematik oder Chemieunterricht praxisnah genutzt werden: Bodenanalyse und Analyse des N\u00e4hrstoffgehaltes der Pflanzen, Vermessen und Anlegen von Beeten, Z\u00e4hlen, Wiegen sowie das Erfassen von Pflanzenmerkmalen , die kleineren Kinder Lernen durch Schauen, Anfassen und Schmecken \u2013 die Liste der Einsatzm\u00f6glichkeiten lie\u00dfe sich noch weiter fortf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachfolge gesucht \u2013 Licht am Ende des Tunnels<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man m\u00f6chte es kaum glauben, dass in Zeiten, in denen Umwelt, Naturschutz, Biodiversit\u00e4t und Insektenschutz gro\u00df geschrieben werden und viele, vor allem junge Menschen in Demonstrationen f\u00fcr diese Themen auf die Stra\u00dfe gehen, ein Projekt wie der Storchengarten in Markt Schwaben in eine ungewisse Zukunft blickt. Ein nicht zu ersetzender Schatz an Wissen und Vielfalt auf dem Feld, welches verloren ginge, f\u00e4nde sich keine Nachfolge f\u00fcr den Storchengarten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis zum n\u00e4chsten Jahr kann sich Doris Seibt noch um den Storchengarten im Schwabener Moos k\u00fcmmern. Dann m\u00f6chte die Rentnerin in ihre Heimat nach Ostdeutschland zur\u00fcckkehren. Doch die Suche nach einer Nachfolge gestaltet sich schwierig. Vor allem gibt es noch keine gesicherte Finanzierung des Projektes, das sich bisher auf Spendenbasis organisiert. Denn dieses Geld reicht nicht f\u00fcr dringend notwendige Anschaffungen oder die Entlohnung einer Fachkraft, die hilft, den Garten zu pflegen \u2013 eine Mammutaufgabe, die die diplomierte Landwirtin bisher mit einigen flei\u00dfigen Helfern, aber zum gr\u00f6\u00dften Teil, alleine gestemmt hat. Doch etwas Licht am Ende des Tunneles gibt es. Der neue B\u00fcrgermeister Markt Schwabens hat Hilfe zugesagt und bleibt mit einigen Aktiven im Gespr\u00e4ch, auch der Landrat des Landkreises bot seine Hilfe in Form eines Insektenhauses, welches er zur Verf\u00fcgung stellen will, an.<\/p>\n\n\n\n<p>Es bleibt zu hoffen, dass sich eine M\u00f6glichkeit findet, den Storchengarten zu erhalten. <\/p>\n\n\n<hr \/>\n<p><span style=\"color: #ff9900;\">Kontakt:<\/span><\/p>\n\n\n<p>Wer helfen m\u00f6chte, kann sich direkt an Frau Seibt wenden (<em>doris.seibt@outlook.com<\/em>). N\u00e4here Informationen \u00fcber das Projekt Storchengarten finden sich unter<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.undekade-biologischevielfalt.de\/projekte\/aktuelle-projekte-beitraege\/detail\/projekt-details\/show\/Wettbewerb\/1496\/\">https:\/\/www.undekade-biologischevielfalt.de\/projekte\/aktuelle-projekte-beitraege\/detail\/projekt-details\/show\/Wettbewerb\/1496\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der am Rand von Markt Schwaben gelegene \u201eStorchengarten\u201c dient dem Anbau von regionalen und alten Gem\u00fcsesorten. Der Garten ist auch ein Ort der Bildung. 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