{"id":698,"date":"2021-04-12T11:44:44","date_gmt":"2021-04-12T10:44:44","guid":{"rendered":"https:\/\/saatgutvielfalt.oebz.de\/?page_id=698"},"modified":"2021-04-12T11:46:09","modified_gmt":"2021-04-12T10:46:09","slug":"1-saatgut-festival-2015","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/saatgutvielfalt.oebz.de\/index.php\/saatgut-festival\/1-saatgut-festival-2015\/","title":{"rendered":"1. Saatgut-Festival 2015"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1. Saatgut-Festival am \u00d6BZ 2015<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Gro\u00dfer Andrang beim 1. Saatgut-Festival im \u00d6BZ<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem derartig gro\u00dfen Besucherandrang hatten die Veranstalter des Saatgut-Festivals am Sonntag, den 22. Februar 2015 im \u00d6kologischen Bildungszentrum M\u00fcnchen nicht gerechnet. \u00dcber den gesamten Tag str\u00f6mten mehr als 1.500 Interessierte in die R\u00e4ume in der Englschalkinger Stra\u00dfe 166, um sich \u00fcber den Erhalt der Saatgutvielfalt zu informieren und sich \u00fcber die Vielfaltsg\u00e4rtnerei auszutauschen.Markt- und Informationsst\u00e4nde sowie interessante Vortr\u00e4ge boten die M\u00f6glichkeit, sich umfassend zum Thema zu informieren und selber aktiv zu werden. Denn samenfeste Sorten anbauen kann jeder \u2013 sogar im Topf oder im Balkonkasten. Mitglieder des Vereins zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN e.V.) wie Melanie Grabner von Lila Tomate, Doris Seibt, Rita Lichtenegger, Annette Holl\u00e4nder, der Kartoffel-Hof St\u00f6rkle, die Firmen Querbeet, \u00d6ko&amp;Fair und viele weitere haben dort samenfestes Saatgut angeboten. Der st\u00e4dtische Demeter-Gutshof Obergrashof, der Verein Arche Noah, die Urbanen G\u00e4rten M\u00fcnchen sowie weitere Initiativen waren mit Infost\u00e4nden vertreten. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Experten-Vortr\u00e4gen und Filmen rundete das Festival ab.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vielfalt bei Bohne und Kartoffel<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im gro\u00dfen Eingangsfoyer stellte die \u00d6BZ-Gartengruppe ihr Saatgutarchiv mit ca. 150 Bohnensorten vor. Und unter dem Motto \u201eKartoffel, Luxus des Einfachen&#8220; wurde dort die Vielfalt der Kartoffel demonstriert. Die Besucherinnen und Besucher waren allein schon von der augenf\u00e4lligen Formen- und Farbvielfalt der pr\u00e4sentierten 40 unterschiedlichen Kartoffelsorten beeindruckt, die der Kartoffel-Hof St\u00f6rkle zum Saatgut-Festival mitgebracht hatte. Ausgestellt wurden etwa die aus Peru stammende \u201eNegra&#8220;, die Kucky&#8220; aus Russland, die britische \u201eRed Cardinal&#8220; oder die \u201eReichskanzler 1886&#8243; als alte deutsche Sorte \u2013 alles Beispiele f\u00fcr seltene und regionale Sorten, die im Laufe der Kultivierung durch Selektionen und Kreuzungen entstanden sind und als wertvolles Kulturgut gesichert werden. So wie \u00fcber Jahrhunderte hinweg Landwirte, Kleinbauern und G\u00e4rtner Saatgut aus ihrer Region verwendet, es selber weitervermehrt und auf diese Weise erhalten haben. Doch diese Vielfalt ist nicht nur in h\u00e4uslichen G\u00e4rten bedroht. Da aus Sicht gro\u00dfer Produzenten ein wirtschaftlicher Anbau Monokulturen mit wenigen speziell angepassten Sorten verlange, ist das lange bew\u00e4hrte Vielfaltssystem \u2013 auch vor dem Hintergrund geplanter europ\u00e4ischer Vorgaben und transatlantischer Abkommen \u2013 akut bedroht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Samenfeste Gem\u00fcserarit\u00e4ten f\u00fcr den Hausgarten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einem weiteren Raum drehte sich alles um samenfeste Gem\u00fcsesaaten. Es gab etliche Angebote f\u00fcr den Hausgarten, zum Beispiel den Kohlrabi \u201eBlauer Speck&#8220; oder den Kopfsalat \u201eBlauer Butterh\u00e4uptel&#8220; aus dem Arche-Noah-Archiv. Zwei St\u00e4nde widmeten sich allein der Tomate. F\u00fcr richtige Sch\u00f6nheiten in allen Rot- und Lilaf\u00e4rbungen warb der Marktstand von \u201eLila Tomate&#8220;. Die Samen wurden wie wertvolle Perlen in einer Schmuckschatulle angepriesen und zum Verkauf in kleinen T\u00fctchen verpackt. Historische Sorten mit ausgefallenen Namen wie \u201eZuckerbusch&#8220;, \u201eZitronentomate&#8220; oder \u201eGr\u00fcnes Zebra&#8220; wurden am Nachbarstand vorgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Von der Wiese zur Biene<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein nettes Angebot kam von \u201eQuerbeet&#8220;: Kleine Schachteln mit jeweils f\u00fcnf Samensorten f\u00fcr den Schulgarten, um Kinder mit unserem wichtigen Kulturgut vertraut zu machen. Gro\u00dfen Zulauf hatte auch der Stand von \u201eHerbamadre&#8220;, der Wildsamenmischungen f\u00fcr die \u201eFeldblumenwiese&#8220;, die mehrj\u00e4hrige \u201eGiesinger Bl\u00fcte&#8220; oder f\u00fcr \u201eSchmetterling und Wildbl\u00fcten&#8220; anbot. Von der Wiese ging es thematisch weiter zur Biene. Es gab M\u00fcnchner Honig, Informationen zu Bienenkursen und jede Menge Tipps zum Bienenhalten. Vorgestellt wurde die sogenannte \u201eBienenkugel&#8220;, ein Bienenstock mit halbrunden Wabenrahmen. Diese Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Feuchtigkeit optimal reguliert wird.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gl\u00fccksmomente z\u00e4hlen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die kulinarischen Leckerbissen sorgte das saisonale Catering von La Cucina. Mit Informationen versorgt, vielleicht mit einem Sament\u00fctchen oder ein paar Kartoffelsorten im Gep\u00e4ck, schob man sich schlie\u00dflich langsam wieder dem Ausgang zu. Dort bekam jeder f\u00fcnf Gl\u00fccksbohnen f\u00fcr die Hosentasche geschenkt. F\u00fcr jeden bewusst wahrgenommenen Gl\u00fccksmoment, so die Idee, solle eine Bohne von der einen in die andere Hosentasche wandern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die vielen engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Saatgut-Festivals (und hoffentlich auch viele G\u00e4ste) werden am Ende des Tages wohl alle f\u00fcnf Bohnen in ihrer anderen Hosentasche wiedergefunden haben. Denn die Resonanz auf das erste Saatgut-Festival im \u00d6BZ war nicht nur zahlenm\u00e4\u00dfig erfolgreich. Die Mischung aus Saatgut-Markt, Informationsst\u00e4nden und Fachvortr\u00e4gen (sowie dem begleitenden Aktionsprogramm am Nachmittag f\u00fcr die Kinder) kam bei den G\u00e4sten trotz des gro\u00dfen Andrangs sehr gut an.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts des gro\u00dfen Publikumserfolgs plant das M\u00fcnchner Umwelt-Zentrum (MUZ), das als koordinierender Veranstalter das Saatgut-Festival gemeinsam mit dem Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN e.V.) veranstaltet hatte, von nun an diesen Event j\u00e4hrlich auszurichten. Das n\u00e4chste Saatgut-Festival im \u00d6BZ wird voraussichtlich am 21. Februar 2016 stattfinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir danken allen\u00a0Ausstellerinnen und Ausstellern, den Referentinnen und Referenten\u00a0sowie allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen des Saatgut-Festivals beigetragen haben. Ebenso danken wir dem Referat f\u00fcr Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt M\u00fcnchen, das die Veranstaltung gef\u00f6rdert hat.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/saatgutvielfalt.oebz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Biostadt_RGU.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-672\" width=\"366\" height=\"77\" srcset=\"https:\/\/saatgutvielfalt.oebz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Biostadt_RGU.jpg 732w, https:\/\/saatgutvielfalt.oebz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Biostadt_RGU-300x63.jpg 300w, https:\/\/saatgutvielfalt.oebz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Biostadt_RGU-100x21.jpg 100w, https:\/\/saatgutvielfalt.oebz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Biostadt_RGU-150x32.jpg 150w, https:\/\/saatgutvielfalt.oebz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Biostadt_RGU-200x42.jpg 200w, https:\/\/saatgutvielfalt.oebz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Biostadt_RGU-450x95.jpg 450w, https:\/\/saatgutvielfalt.oebz.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Biostadt_RGU-600x126.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 366px) 100vw, 366px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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